Eingeschlossen wurden zuvor b/tsDMARD-naive axSpA-Patienten, die neu eine Therapie mit einem b/tsDMARD aufnahmen und für die ein Follow-up über ≥12 Monate vorlag. Die ASAS-Definitionen wurden angewendet, um Fälle von D2M- und TR-axSpA zu identifizieren.
Von 1.850 axSpA-Patienten waren zu Beginn 881 (48 %) b/tsDMARD-naiv. Insgesamt erfüllten 75 Patienten (9 %) die ASAS-Kriterien für eine D2M-, und 22 (3 %) zusätzlich die Kriterien für eine TR-axSpA. Zu Beginn waren D2M-axSpA-Patienten häufiger weiblich, öfter HLA-B27-negativ und zeigten häufiger Arthritis und Enthesitis im Vergleich zu nicht-D2M (nD2M)-axSpA-Patienten. Zudem wiesen sie weniger objektive Entzündungsmarker wie erhöhtes CRP oder MRT-Läsionen auf. Der Opioidgebrauch war bei D2M-axSpA-Patienten höher als bei nD2M-axSpA-Patienten. In der TR- war im Vergleich zur D2M/nTR-axSpA-Gruppe der Anteil weiblicher Patienten und von Patienten mit Adipositas geringer. Schon zu Beginn der ersten b/tsDMARD-Therapie zeigten diese Patienten häufiger objektive Entzündungszeichen, einschließlich sakroiliakaler/spinaler MRT-Läsionen und erhöhtem CRP, während periphere Arthritis seltener auftrat.
Die Anwendung der ASAS-Definitionen in einer großen realen Kohorte identifizierte klinisch relevante Subgruppen mit D2M- und TR-axSpA. Diese Daten bestätigen den klinischen Nutzen und die Notwendigkeit phänotypspezifischer Managementstrategien.
Quelle: Rheumatology 2026; 65(1): keaf641
