EDITORIAL

Aufbruch ins neue Jahr

Dr. med. Silke Zinke

Dr. med. Silke Zinke

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

​​​​​​​das Jahr 2021 hat so begonnen wie das Jahr 2020 endete. Leider! Zum Glück haben sich die Zahlen der Corona-Neuinfizierten stabilisiert und wir haben die Hoffnung, dass 2021 möglichst für alle eine Impfung bereitstehen wird, um die Pandemie zu beenden. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2021 und hoffe sehr, dass wir uns in diesem Jahr persönlich wiedersehen können.

2020 war das erste Jahr unseres neuen Vorstandes. Berufspolitische Themen konnten an verschiedenen Stellen platziert werden. Wir haben dabei alte und neue Ansätze verfolgt. Viele Projekte konnten unter Einsatz von virtuellen Meetings angeschoben und weiterentwickelt werden. Trotz der schwierigen Situation im Rahmen der Pandemie konnte unser Kongress im November 2020 virtuell und erfolgreich nachgeholt werden. Den Organisatoren und Mitgestaltern möchte ich an dieser Stelle noch einmal meinen großen Dank aussprechen. Im September haben wir die Chance genutzt, uns im Vorstand auch einmal persönlich zu treffen, rückblickend ein kleines Highlight.

Auch wir haben 2020 gelernt (so wie sicher jeder ein wenig digitaler geworden ist), virtuelle Formate zu nutzen. Wir wissen inzwischen sehr genau, an welchen Stellen diese virtuellen Formate effektiv sind und an welchen Schnittstellen uns persönliche Begegnungen weiterbringen würden.

Mit Sicherheit lassen sich der persönliche Kontakt und der dadurch intensivere Austausch mit unseren Mitgliedern durch virtuelle Veranstaltungen nicht gut ersetzen. Gerade bei berufspolitischen Themen, die im Arbeitsalltag und bei der Arbeitsorganisation zwar wichtig sind, aber nicht immer an erster Stelle stehen, bedarf es manchmal kleinerer Impulse und Diskussionen. Es fehlen dabei vor allem auch die kleinen Gespräche am Rande einer Veranstaltung, das Glas Wein zusammen am Abend, um den gemeinsamen vertrauensvollen Gedankenaustausch zu vertiefen. Aber wir wollen nach vorn schauen und dieses Jahr so effektiv wie möglich nutzen und viele begonnene Projekte weiterentwickeln und mit Leben füllen. 

Weit fortgeschritten ist unsere kostenlose Softwarebasisversion RheMIT. Viele Praxen nutzen sie bereits, um die leitliniengerechte Versorgung unserer Patienten effektiver realisieren zu können. Erfolgreich wird sie auch bei der Kerndokumentation und den Selektivverträgen angewandt. Eine Tablet-Version mit Zertifizierung der Aktivitätsscores als Medizinprodukt ist für das II. Quartal 2021 geplant, die Einbindung einer PatientenApp (DIGA) wird im Laufe des Jahres möglich sein. Auch die erweiterte RheMITplus-Software wird 2021 verfügbar.

Die Selektivverträge werden weiter ausgerollt. Der flächendeckende Einsatz im gesamten Bundesgebiet ist uns dabei ein großes Anliegen. Die ASV versuchen wir auch in diesem Jahr politisch weiterzuentwickeln.

Um unsere Interessen gegenüber Krankenkassen, Verbänden, Behörden oder der Politik zu vertreten, benötigen wir vor allem aktuelle Versorgungszahlen, die wir professionell im Rahmen des Versorgungsatlas aufbereiten werden. Dafür zähle ich sehr auf Ihre Unterstützung!!! Ebenso für das Hospitationsprogramm Labor (zum Erhalt und Ausbau der Labordiagnostik als fester Bestandteil des rheumatologischen Leistungsspektrums) und für unser Famulaturprogramm (Begeisterung zukünftiger Ärztegenerationen für die Rheumatologie und Förderung des Nachwuchses).

Die rheumatologische Weiterbildung haben wir weiter fest im Blick. Ein vertrauensvolles Miteinander mit unseren Bündnispartnern der DGRh und des VRA ist uns ein großes Anliegen.

Selbständigkeit und Ausübung des freien Berufes, ein Thema unseres letzten Kongresses, werden wir auch in diesem Jahr aufgreifen und unser Kongress 2021 (virtuell) im April ist mit interessanten Beiträgen und Zusagen der Politik in fortgeschrittener Planung. Dazu möchte ich sie schon heute ganz herzlich einladen.

Bleiben Sie gesund!
Ihre Silke Zinke

 

 

 

Offizielles Mitteilungsorgan des BDRh e.V.